Der hydroponische, also erdlose Pflanzenanbau ist ein erprobtes Verfahren, das seit Langem für Fruchtgemüse, Blattgemüse und Kräuter genutzt wird. Anstelle von Erde kommen inerte, also chemisch stabile, Substrate zum Einsatz, die den Pflanzen Halt bieten und die Nährlösung speichern.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Art des Düngers: Klassische Hydroponik verwendet präzise abgestimmte mineralische Dünger. In der Aquaponik stammt der organische Dünger aus Abfallprodukten der Fische plus der Mikrobiologie. Nährstoffkonzentrationen regulieren sich dank natürlicher Prozesse selbst, wobei Mängel an Mikronährstoffe mit natürlichen Zugaben behoben werden können.
In der Aquaponik ist keine chemische Schädlingsbekämpfung nötig. Stattdessen kommt Integrated Pest Management (IPM) zum Einsatz, das Nützlinge als natürliche Gegenspieler der Schädlinge nutzt und so auf umweltfreundliche Weise Pflanzen schützt.
In der Hydroponik lassen sich nahezu alle Pflanzenarten anbauen. Ausnahmen gibt es vor allem bei Pflanzen, deren Anbau wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. So benötigen Kartoffeln stabilen Halt für ihre Knollen, was Hydroponiksysteme aufwendig und unrentabel macht. Auch der Anbau von Getreide ist möglich, aber aufgrund der geringen Erträge pro Fläche nicht rentabel. Ähnliches gilt für typische Ackerpflanzen wie Mais und Futterrüben, deren hoher Platzverbrauch in Verbindung mit geringen Erlösen einen Anbau in Hydroponik unwirtschaftlich macht.
Ein großer Vorteil der Aquaponik ist die Möglichkeit, viele verschiedene Pflanzenarten parallel hydroponisch anzubauen. Während in klassischen Hydroponikanlagen oft nur wenige Kulturarten gleichzeitig wachsen, erlaubt die Aquaponik Diversität im Anbau. Dies eröffnet dem Anlagenbetreiber neue Zielgruppen bzw. Märkte für seine Produkte.
Besonders Kunden aus der Gastronomiebranche können von der Vielfalt profitieren. Sie schätzen neben Frische und Qualität der Produkte auch die Möglichkeit, individuelle Wünsche zu äußern. So können Aquaponik-Anlagenbetreiber den Anbau mit ihren Kunden abstimmen und die gewünschten Kulturen zielgenau
produzieren.
nutzen Substrate (z.B. Kies), in denen die Pflanzen wurzeln. Der Wasserstand steigt und fällt permanent, was für eine optimale Sauerstoffversorgung der Wurzeln sorgt. Typische Ebbe-Flut-Systeme sind:
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